Arten

Im Überblick

Auf den nächsten Seiten werde ich Ihnen die verschiedenen karnivoren und präkarnivoren Gattungen vorstellen. Die Pflanzen sind nach ihrem Fangmechanismus gruppiert.

Zunächst jedoch noch einige Anmerkungen zur Kultur von fleischfressenden Pflanzen. Diese unterscheiden sich beträchtlich in ihren Ansprüchen. Eine Reihe von Arten ist sehr genügsam und – sofern man wenige Grundregeln beherzigt – kaum umzubringen. Andere Arten sind hingegen in ihren Ansprüchen so komplex, dass selbst Experten die betreffende Art kaum längerfristig kultivieren können. Einige grundlegende Kulturhinweise haben ich auf den Seiten Kulturmethoden zusammengefasst. Bei den einzelnen Gattungen gehe ich nähers auf die spezifischen Ansprüche ein. Sofern es nicht explizit anders erwähnt ist, handelt es sich dabei nicht um eine Literaturstudie, sondern sind von mir erprobte Kulturmethoden, nach denen ich meine Pflanzen pflege oder gepflegt habe. Falls Sie ihre Pflanzen manchmal anders pflegen sollten, behalten Sie Ihre Methode bei, sofern Sie hiermit Erfolg haben. Bekanntlich führen viele Wege zum Ziel und der Erfolg der einen oder anderen Methode hängt teilweise doch beträchtlich mit den jeweiligen Mikrobedingungen zusammen, die von Ort zu Ort variieren. Zugleich ist es manchmal auch verwirrend, wenn man von verschiedenen Haltern teils ganz widersprüchliche Empfehlungen erhält. Letztlich geht hier das Probieren über das Studieren.

Systematik

Die folgende Systematik orientiert sich an: Angiosperm Phylogeny Group III. Blau gedruckt sind präkarnivore Gruppen.

Klasse

Unterklasse

Ordnung

Familie

Gattung

Kerneudikotyledonen

Asteriden

Euasteriden I

Caryophyllales

Nelkenartige

Dioncophyllaceae

Hakenblattgewächse

Triphyophyllum ¹

Hakenblatt

Droseraceae

Sonnentaugewächse

Aldrovanda

Wasserfalle

Dionaea

Venusfliegenfalle

Drosera

Sonnentau

Drosophyllaceae

Taublattgewächse

Drosophyllum

Taublatt

Nepenthaceae

Kannenpflanzengewächse

Nepenthes

Kannenpflanze

Ericales

Heidekrautartige

Roridulaceae

Taugewächse

Roridula

Taupflanze

Sarraceniaceae

Schlauchpflanzengewächse

Darlingtonia

Kobralilie

Heliamphora ²

Sumpfkrug

Sarracenia

Schlauchpflanze

Lamiales

Lippenblütenartige

Byblidaceae

Regenbogengewächse

Byblis

Regenbogenpflanze

Lentibulariaceae

Wasserschlauchgewächse

Genlisea

Reusenfalle

Pinguicula

Fettkraut

Utricularia

Wasserschlauch

Martyniaceae

Gemsenhorngewächse

Ibicella

Teufelskralle

Proboscidea

Teufelskralle

Asteriden

Euasteriden II

Asterales

Asternartige

Stylidiaceae

Schusspflanzengewächse

Stylidium

Schusspflanze

Rosiden

Eurosiden I

Oxalidales

Sauerkleeartige

Cephalotaceae

Zwergkruggewächse

Cephalotus

Zwergkrug

Liliopsida

Einkeimblättrige

Commelinidae

Commeliniden

Poales

Süßgrasartige

Bromeliaceae

Bromeliengewächse

Brocchinia ³

Bromelien- Gattung

Catopsis

Bromelien- Gattung

Anmerkungen:
1 Triphyophyllum peltatum durchläuft in ihrem Leben insgesamt drei Phasen. Nur in der zweiten Phase ist die Pflanze karnivor.
2 Heliamphoras produzieren keine Verdauungsenzyme. Streng genommen sind es somit präkarnivore Pflanzen.
3 Brocchinea reducta wurde lange als präkarnivor geführt. Nach neuen Studien soll sie jedoch Verdauungsenzyme sezernieren.

Das erwartet Sie hier

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  • Grubenfallen.

    Hier handelt es sich um einen passiven Fallmechanismus. Insekten werden angelockt und stürzen in einen Trichter ab, aus dem sie sich nicht mehr befreien können.

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  • Klappfallen.

    Die Venusfliegenfalle ist die Insektivore schlechthin. Daneben wurde dieser Fangmechanismus aber auch bei der wenig bekannten und schwierig zu haltenden Wasserfalle realisiert.

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  • Klebefallen.

    Diese können in aktive und passive Fallen unterschieden werden. Zwei Gattungen, nämlich Drosera und Pinguicula, kommen auch bei uns vor.

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  • Reusenfalle.

    Dieser hochraffinierte Fangmechanismus ist nur bei der Gattung Genlisea realisiert, die in Afrika und Südamerika vorkommt.

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  • Saugfalle.

    Dieser ebenfalls hochraffinierte und technisch anspruchsvolle Fangmechanismus ist nur bei der Gattung Utricularia realisiert, die weltweit verbreitet ist.

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  • Präkarnivoren.

    Manche Pflanzen haben die Evolution zur vollständigen carnivoren Pflanze noch nicht vollzogen. Ihnen fehlt die Möglichkeit zur aktiven Verwertung der Beute.

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