{"id":398,"date":"2015-06-20T12:10:01","date_gmt":"2015-06-20T10:10:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fancyplants.de\/de\/?page_id=398"},"modified":"2019-10-15T08:51:12","modified_gmt":"2019-10-15T06:51:12","slug":"drosera","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.fancyplants.de\/de\/carnihome\/arten\/kleben\/drosera\/","title":{"rendered":"Sonnentau (Drosera)"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 hundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-overflow:visible;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-title title fusion-title-1 fusion-title-text fusion-title-size-one\"><h1 class=\"fusion-title-heading title-heading-left\" style=\"margin:0;\">Sonnentau (<i>Drosera<\/i>)<\/h1><span class=\"awb-title-spacer\"><\/span><div class=\"title-sep-container\"><div class=\"title-sep sep-single sep-solid\" style=\"border-color:#3e3e3e;\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-title title fusion-title-2 fusion-title-text fusion-title-size-two\"><h2 class=\"fusion-title-heading title-heading-left\" style=\"margin:0;\">Im \u00dcberblick<\/h2><span class=\"awb-title-spacer\"><\/span><div class=\"title-sep-container\"><div class=\"title-sep sep-single sep-solid\" style=\"border-color:#3e3e3e;\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><div class=\"intextr\"><a class=\"lupe200\" title=\"Drosera adelae.\" href=\"..\/..\/..\/..\/..\/images\/carnivorous\/dadelae.jpg\" data-gallery=\"\"><img decoding=\"async\" src=\"..\/..\/..\/..\/..\/images\/carnivorous\/dadelaes.jpg\" alt=\"Drosera adelae.\" width=\"200\" height=\"200\" \/><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Bei der Gattung <i>Drosera<\/i>, einem Vertreter aus der Familie der Sonnentaugew\u00e4chse, handelt es sich um die drittgr\u00f6\u00dfte karnivore Gattung mit insgesamt etwa 160 Arten. Die Gattung ist weltweit verbreitet. Verbreitungsschwerpunkte sind besonders Australien, daneben auch S\u00fcdafrika. Bis auf eine Ausnahme werden feuchte, saure bis stark saure Habitate besiedelt. Droserae kommen in temperierten Zonen mit einem frostigen Winter ebenso vor wie in den Tropen. Die meisten Arten sind rosettenbildend, oft flach der Erde aufliegend. Daneben existieren auch kletternde oder aufrecht wachsende Arten. Der Durchmesser reicht von 1 \u2013 2 cm bis hin zu 100 cm bei <i>Drosera regia<\/i>.<\/p>\n<p>Grob lassen sich die Sonnentaue in sieben gro\u00dfe Gruppen gliedern:<\/p>\n<p><u>Hauptgruppen<\/u><\/p>\n<p><b>1. temperierte Droserae:<\/b> Einige Arten sind frosthart und \u00fcberdauern mit einer Winterrosette. Zu dieser Gruppe geh\u00f6ren die drei deutschen Arten <i>Drosera anglica<\/i>, <i>Drosera intermedia<\/i> und <i>Drosera rotundifolia<\/i>, die zwei Nordamerikaner <i>Drosera filiformis<\/i> und <i>Drosera linearis<\/i>, sowie <i>Drosera binata<\/i>.<\/p>\n<p><b>2. subtropische Droserae:<\/b> Die \u00fcberwiegende Zahl der s\u00fcdafrikanischen Arten (z.B. <i>Drosera aliciae<\/i>, <i>Drosera capensis<\/i>, <i>Drosera collinsiae<\/i>, <i>Drosera cuneifolia<\/i> oder <i>Drosera slackii<\/i>) sind dieser Gruppe zuzurechnen. Daneben ein paar weitere Arten wie <i>Drosera binata<\/i> oder <i>Drosera spatulata<\/i>. Insgesamt ist es die gr\u00f6\u00dfte Gruppe.<\/p>\n<p><b>3. tropische Droserae:<\/b> Einige wenige Arten stammen aus tropischen Gefilden. Sie wollen eher eine hohe Luftfeuchtigkeit, viel Sonne und h\u00f6here Temperaturen. Zu dieser Gruppe geh\u00f6ren die einj\u00e4hrigen <i>Drosera burmannii<\/i> und <i>Drosera indica<\/i>. Daneben sind dieser Gruppe auch mehrj\u00e4hrige Arten wie <i>Drosera madagascariensis<\/i> zuzurechnen.<\/p>\n<p><b>4. Zwergdrosera:<\/b> In Australien kommen eine ganze Reihe von Zwergsonnentaue vor. Viele sind einj\u00e4hrig. Im Winter werden als Besonderheit Brutschuppen gebildet. Vertreter sind zum Beispiel <i>Drosera mannii<\/i>, <i>Drosera pygmaea<\/i>, <i>Drosera roseana<\/i> oder <i>Drosera scorpioides<\/i>.<\/p>\n<p><b>5. Knollendrosera:<\/b> Ebenfalls in Australien ist die Gruppe der Knollensonnentaue heimisch. Im Sommer trocknen deren Habitate aus. Die Pflanzen \u00fcberdauern mit unterirdischen Knollen, aus denen sie nach den ersten Regenf\u00e4llen wieder austreiben. Zu dieser Gruppe geh\u00f6ren etwa <i>Drosera auriculata<\/i>, <i>Drosera macrophylla<\/i> oder <i>Drosera peltata<\/i>.<\/p>\n<p><b>6. Queensland-Drosera:<\/b> Diese dritte australische Gruppe umfasst drei Arten, die im tropischen Wald des australischen Bundesland Queensland zu finden sind. Die Vertreter sind <i>Drosera adelae<\/i>, <i>Drosera prolifera<\/i> und <i>Drosera schizandra<\/i>.<\/p>\n<p><b>7. Petiolaris-Komplex:<\/b> Die vierte Gruppe aus Australien umfasst heikle, aber sehr aparte Pflanzen wie <i>Drosera falconeri<\/i> oder <i>Drosera petiolaris<\/i>.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-title title fusion-title-3 fusion-title-text fusion-title-size-two\"><h2 class=\"fusion-title-heading title-heading-left\" style=\"margin:0;\">Fallenmechanismus<\/h2><span class=\"awb-title-spacer\"><\/span><div class=\"title-sep-container\"><div class=\"title-sep sep-single sep-solid\" style=\"border-color:#3e3e3e;\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-2\"><div class=\"intextr\"><a class=\"lupe200\" title=\"Drosera aliciae.\" href=\"..\/..\/..\/..\/..\/images\/carnivorous\/daliciae.jpg\" data-gallery=\"\"><img decoding=\"async\" src=\"..\/..\/..\/..\/..\/images\/carnivorous\/daliciaes.jpg\" alt=\"Drosera aliciae.\" width=\"200\" height=\"200\" \/><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Der prinzipielle Fallenmechanismus wurde bereits auf der <a class=\"link\" href=\"..\/..\/kleben\">vorherigen Seite<\/a> ausf\u00fchrlich beschrieben. Der Sonnentau geh\u00f6rt zu den aktiven Klebefallen. Gestielte Dr\u00fcsen (Tentakeln) produzieren einen Fangschleim, der auf einer Polysaccharid-L\u00f6sung basiert. \u00dcberwiegend durch das Glitzern der Tautropfen in der Sonne werden kleine Insekten angelockt und festgeklebt. Eine olfaktorische (\u00fcber den Geruch) Anlockung besteht hingegen nicht. Die Tentakeln, manchmal sogar das ganze Blatt sind oft ausgesprochen beweglich. Die Bewegungsfreudigkeit variiert jedoch deutlich. Nahezu keine Bewegung zeigt etwa <i>Drosera filiformis<\/i>, andere Arten wie <i>Drosera burmannii<\/i> hingegen k\u00f6nnen ihrer Tentakeln innerhalb von 1 \u2013 2 Minuten um 180 \u00b0 umklappen. Eine ganze Reihe an Arten, wie zum Beispiel <i>Drosera capensis<\/i>, umh\u00fcllen schlie\u00dflich die Beute sandwich-like mit ihrem Blatt. Zahlreiche Enzyme spalten die Inhaltsstoffe auf und f\u00fchren sie damit einer Verwertung durch die Pflanze zu.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-title title fusion-title-4 fusion-title-text fusion-title-size-two\"><h2 class=\"fusion-title-heading title-heading-left\" style=\"margin:0;\">Kultur und Vermehrung<\/h2><span class=\"awb-title-spacer\"><\/span><div class=\"title-sep-container\"><div class=\"title-sep sep-single sep-solid\" style=\"border-color:#3e3e3e;\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-3\"><div class=\"intextl\"><a class=\"lupe200\" title=\"Drosera binata.\" href=\"..\/..\/..\/..\/..\/images\/carnivorous\/dbin.jpg\" data-gallery=\"\"><img decoding=\"async\" src=\"..\/..\/..\/..\/..\/images\/carnivorous\/dbins.jpg\" alt=\"Drosera binata.\" width=\"200\" height=\"200\" \/><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Die Kultur der verschiedenen Arten ist teils extrem divergent, so dass ich eine getrennte Kulturanleitung f\u00fcr jede Gruppe abgebe. An dieser Stelle folgen nur ein paar generelle Ratschl\u00e4ge zur Vermehrung der Droserae. Alle Arten sind Lichtkeimer. Viele Arten setzen leicht und massig Samen an, andere nahezu nie. Ich s\u00e4e die Pflanzen auf reinen Torf aus. Den Topf nehme ich in hohe Anstaubew\u00e4sserung. An einem hellen und warmen Standort keimen fast alle Arten innerhalb von vier Wochen. Alle Drosera-Samen sind Lichtkeimer, daher die Samen nur auf das Substrat gleichm\u00e4\u00dfig streuen und keinesfalls bedecken. Innerhalb von wenigen Monaten bis zu zwei Jahren ist aus dem Samen eine ausgewachsene Pflanze herangewachsen.<\/p>\n<p>Sehr viele Arten lassen sich \u00fcber Blattstecklinge vermehren. Prinzipiell gibt es zwei Methoden. Sie k\u00f6nnen das Blatt flach auf Torf geben und etwas andr\u00fccken. Wichtig ist bei dieser Methode, dass der Torf ganzzeitig sehr feucht, die Luftfeuchtigkeit hoch und der Standort zwar hell aber ohne direkte Sonneneinstrahlung ist. Auf der Blattoberfl\u00e4che bilden sich nach zwei bis drei Wochen kleine Verdickungen, aus denen eine neue Pflanze entsteht. Falls mehr als ein Steckling pro Blatt entstanden sein sollte, warte ich bis sich das Blatt komplett zersetzt hat, ehe ich die Stecklinge trenne. Verwenden Sie zur Stecklingsvermehrung nur gesunde Bl\u00e4tter und entfernen Sie wom\u00f6glich vorhandene Insekten. Diese w\u00fcrden die n\u00e4chsten Wochen schimmeln anfangen und den Ansatz zerst\u00f6ren. Neben dieser Methode funktioniert ebenfalls die Wasservermehrung gut. Das Blatt geben Sie einfach auf die Wasseroberfl\u00e4che eines mit destilliertem Wasser oder mit Regenwasser halb gef\u00fclltem Glas. Meistens entstehen bei dieser Methode etwas mehr Stecklinge. Da jedoch das Wasser keinerlei N\u00e4hrstoffe enth\u00e4lt, muss das Blatt \u2013 sobald sich die ersten winzigen Pfl\u00e4nzchen gebildet haben \u2013 auf Torf umgelegt werden. Bei einigen Arten funktionieren auch Wurzelstecklinge gut. Schneiden Sie zur Vermehrung etwa ein zwei bis drei Zentimeter langes Teilst\u00fcck einer dicken Wurzel ab und geben Sie dieses etwa 1 cm tief waagrecht in Torf. Innerhalb weniger Wochen entsteht aus dem Steckling eine neue Pflanze.<\/p>\n<p><u>Kultur und Vermehrung der Hauptgruppen<\/u><\/p>\n<div class=\"intextr\"><a class=\"lupe200\" title=\"Drosera filiformis.\" href=\"..\/..\/..\/..\/..\/images\/carnivorous\/dfili1.jpg\" data-gallery=\"\"><img decoding=\"async\" src=\"..\/..\/..\/..\/..\/images\/carnivorous\/dfili1s.jpg\" alt=\"Drosera filiformis.\" width=\"200\" height=\"200\" \/><span><\/span><\/a><\/div>\n<p><b>1. temperierte Droserae:<\/b> Diese Arten sind sehr einfach zu halten. Am besten geschieht das ausgepflanzt in einem Moorbeet. Als Substrat gen\u00fcgt reiner Torf. <i>Drosera intermedia<\/i> will sehr nass stehen und vertr\u00e4gt auch eine kurzzeitige \u00dcberflutung. <i>Drosera anglica<\/i> und <i>Drosera rotundifolia<\/i> m\u00f6gen es etwas trockener. Noch trockener m\u00f6chten <i>Drosera filiformis<\/i> und <i>Drosera binata<\/i> stehen. Au\u00dfer <i>Drosera binata<\/i> sind die genannten Arten voll frosthart und ben\u00f6tigen keinen Winterschutz. Die letztgenannte Art ist hingegen etwas heikler. Von den zahlreichen Formen und Varianten ist nur die einfach gegabelte Art mit Winterschutz frostvert\u00e4glich. Eine besondere Art ist die nordamerikanische <i>Drosera linearis<\/i>, die als einzige Sonnentau-Art ein alkalisches Substrat verlangt.<\/p>\n<p>Die Vermehrung kann sowohl vegetativ als auch generativ erfolgen. Die Samen sind Frost- und Lichtkeimer und daher entsprechend zu <a class=\"biblio\" href=\"http:\/\/www.fancyplants.de\/service\/biblio.htm#strati\">stratifizieren<\/a>. Im Winter teilen sich teils die Rosetten, so dass hier\u00fcber f\u00fcr Nachwuchs gesorgt ist. Daneben lassen sich die genannten Arten leicht \u00fcber Blattstecklinge vermehren, <i>Drosera binata<\/i> daneben auch \u00fcber Wurzelstecklinge.<\/p>\n<p><b>2. subtropische Droserae:<\/b> Die subtropischen Arten sind sehr einfach und daher auch f\u00fcr Anf\u00e4nger geeignet. Eine ganzj\u00e4hrige Kultur auf dem Fensterbrett ist problemlos m\u00f6glich. Als Substrat gen\u00fcgt reiner Torf, gew\u00e4ssert wird in Anstaubew\u00e4sserung. Ein heller Standort wird bevorzugt, besondere Anspr\u00fcche an die Luftfeuchtigkeit hingegen nicht gestellt. Im Winter sollten die Pflanzen einige Grad k\u00fchler stehen, im Sommer ist auch ein gesch\u00fctzter Platz im Freien ideal.<\/p>\n<p>Die Vermehrung gelingt meist sowohl \u00fcber Samen als auch \u00fcber Blattstecklinge sehr gut. Teils sind auch Wurzelstecklinge m\u00f6glich.<\/p>\n<p><b>3. tropische Droserae:<\/b> Der Schwierigkeitsgrad dieser Gruppe ist unterschiedlich. Die mehrj\u00e4hrigen Arten sind schwieriger, die einfachste Art aus dieser Subgruppe ist <i>Drosera madagascariensis<\/i>. Tropische Droserae wollen ganzj\u00e4hrig warm, hell und luftfeucht stehen. Die einj\u00e4hrigen Arten, n\u00e4mlich <i>Drosera burmannii<\/i> und <i>Drosera indica<\/i> hingegen sind einfach. Wichtig ist es vor allem die Pflanzen zeitig im Fr\u00fchjahr auszus\u00e4en, damit die Vegetationsphase bis zum Herbst lang genug ist, um neue Samen ernten zu k\u00f6nnen, die von beiden Arten problemlos und in gro\u00dfen Mengen angesetzt werden. Beide Pflanzen wachsen z\u00fcgig heran. <i>Drosera burmanni<\/i> bildet eine Rosette, <i>Drosera indica<\/i> w\u00e4chst hingegen zu einer aufrechten, 30 \u2013 40 cm hohen Pflanze heran. Im Fr\u00fchjahr s\u00e4e ich die Pflanzen auf dem Fensterbrett aus, pikiere sie dann im Mai und halte sie ab dann im Garten.<\/p>\n<p><b>4. Zwergdrosera:<\/b> Die Vermehrung gelingt fast nur \u00fcber die Brutschuppen. Blattstecklinge funktionieren bei dieser Gruppe nicht, Wurzelstecklinge im \u00fcbrigen ebenso wenig &#8211; verbieten sich aber ohnehin aufgrund der hohen Wurzelempfindlichkeit. Samen werden nur selten und in geringen Mengen angesetzt. Die Brutschuppen werden im Winter gebildet. Voraussetzung f\u00fcr ihre Produktion ist einerseits ab dem Herbst ein k\u00fchlerer Standort, andererseits eine t\u00e4gliche Beleuchtungsdauer &lt; 9 Stunden. Die Brutschuppen k\u00f6nnen geerntet werden, sobald sich diese gut von der Pflanze l\u00f6sen. Danach sind sie einfach auf dem Substrat aufzulegen und leicht anzudr\u00fccken. Z\u00fcgig entwickelt sich aus einer Brutschuppe eine Pflanze.<\/p>\n<p><b>5. Knollendrosera:<\/b> Knollendroserae sind ausgesprochen schwierig. Als Substrat verwendet man eine Mischung aus Torf und Quarzsand (1:2 bis 1:3). Ab dem Herbst wird der Topf in Anstaubew\u00e4sserung gegeben. Nun bedarf es eines k\u00fchlen (!) und hellen Standorts. Z\u00fcgig w\u00e4chst aus der Knolle meist ein aufrechter Trieb, der meist nach wenigen Monaten zu bl\u00fchen beginnt. Samen werden nun relativ gut angesetzt, insbesondere wenn man mit dem Pinsel bei der Best\u00e4ubung etwas nachhilft. Im zeitigen Fr\u00fchjahr stirbt die Pflanze nun oberirdisch ab und zieht ein. Das ist der Moment, den Topf aus der Anstaubew\u00e4sserung zu nehmen und langsam austrocknen zu lassen. Manche Halter lassen denn getrockneten Topf nun im Keller stehen, andere graben zuvor die Knollen aus und bewahren diese dunkel in kleinen, verschlossenen Plastikt\u00fctchen auf, um sie vor einer Austrockung zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die Vermehrung kann einerseits \u00fcber die Aussaat, andererseits \u00fcber Tochterknollen erfolgen. Weder Blatt- noch Wurzelstecklinge funktionieren.<\/p>\n<p><b>6. Queensland-Drosera:<\/b> Die Gruppe der Queensland-Arten ist mittelschwer. Auf Dauer lassen sich die Arten nur unter Glas kultivieren. Die Pflanzen wollen ganzj\u00e4hrig warm und luftfeucht (mind. 80%) stehen \u2013 zwar hell aber ohne direkte Sonneneinstrahlung. Den drei Arten gemeinsam sind die d\u00fcnnen und empfindlichen Bl\u00e4tter. Stehen die Pflanzen zu trocken, dann trocknen zun\u00e4chst die Klebetropfen ein, kurz sp\u00e4ter die Bl\u00e4tter. <i>Drosera adelae<\/i> und <i>Drosera prolifera<\/i> lassen sich gut in einem Torf-Quarzsand-Gemisch halten, <i>Drosera schizandra<\/i> h\u00e4lt man hingegen am besten in reinem Sphagnum oder einer Sphagnum-Torf-Mischung.<\/p>\n<p>Die Vermehrung ist eher leicht. <i>Drosera adelae<\/i> bildet z\u00fcgig zahlreiche Ausl\u00e4ufer, ansonsten sind Blatt- und Wurzelstecklinge gut m\u00f6glich. <i>Drosera prolifera<\/i> l\u00e4sst sich ebenfalls \u00fcber Stecklinge vermehren, daneben bildet diese Art zahlreiche oberirdische Kindel \u00e4hnlich wie Erdbeerpflanzen. <i>Drosera schizandra<\/i> ist die anspruchsvollste Art und l\u00e4sst sich am besten \u00fcber Blattstecklinge vermehren. Der Samenansatz ist bei allen drei Arten gleich Null.<\/p>\n<p><b>7. Petiolaris-Komplex:<\/b> Wahrscheinlich handelt es sich bei dem Petiolaris-Komplex um die schwierigste Gruppe. Ich selber habe mit dieser Gruppe nahezu keine Erfahrung. Prinzipiell sind die Pflanzen ganzj\u00e4hrig extrem hell und warm bei erh\u00f6hter Luftfeuchtigkeit zu kultivieren. Zudem wird eine Nachtabsenkung ben\u00f6tigt. Die Pflanzen sind am nat\u00fcrlichen Standort einer Trockenperiode ausgesetzt, w\u00e4hrend der die Pflanzen eine Ruhephase einlegen. Dies ist in der Kultur entsprechend zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":345,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-398","page","type-page","status-publish","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.9 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Sonnentau (Drosera) - Fancy Plants - Deutsch<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Sie finden hier ein Portr\u00e4t des Sonnentaus (Drosera) inklusive Pflanzenbeschreibung, Verbreitung, Fallenmechanismus und Kulturanleitung.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"http:\/\/www.fancyplants.de\/de\/carnihome\/arten\/kleben\/drosera\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Sonnentau (Drosera) - 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